Dienstag, 19. Juli 2011

Konflikt um das Museum of Tolerance in Jerusalem

Der Entwurf Frank O. Gehrys
Über den schön lange schwelenden Streit um ein Museum of Tolerance in Jerusalem berichtet heute in einem etwas zugespitzten Bericht die FAZ (hier). Das Simon-Wiesenthal-Zentrum, das schon in Los Angeles ein Museum of Tolerance errichtet hatte, kommt mit dem Projekt in Jerusalem in erster Linie wegen des Bauplatzes in die Diskussion. Der tangiert nämlich den dort liegenden, nur noch als Rest existierenden, inzwischen durch einen Park überbauten islamischen Friedhof. Bis zu den Höchstgerichten ging die Auseinandersetzung, deren Vorgeschichte bis in die Zeit der Staatsgründung Israels zurückreicht, als 1948 der ehedem dreißig Hektar große Friedhof im jüdischen Westteil Jerusalems zu liegen kam. Obwohl die Rechtsmittel vollkommen ausgeschöpft scheinen, hält der politische Protest gegen das Museum an.
Der Entwurf von Chyutin Architects
Es war aber auch der erste, "hysterische" (so die NZZ in einem älteren, etwas moderater verfassten Bericht; hier) Entwurf Frank O. Gehrys, der großen Widerspruch, auch in Israel selbst hervorrief. Angesichts der auch Israel erfassenden Budgetkrise mutete man Gehry eine Vereinfachung und Verkleinerung des Entwurfes zu, der das aber ablehnete. Noch im sleben Jahr lag ein Entwurf israelischer Architekten, Chyutin Architects) vor, der bis etwa 2015 fertiggestellt sein soll.

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